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Ein Pfarrer und seine Stadt: Wolfgang Kürschner reflektiert über Jahre voller Leidenschaft und Zusammenhalt in Cloppenburg

Pfarrer Wolfgang Kürschner blickt auf eine erfüllte Zeit in der Cloppenburger Kirchengemeinde zurück. Im Interview erzählt er von Leidenschaft, Teamgeist und persönlichen Momenten, die sein Wirken in der Stadt geprägt haben.

Maike

von Maike

25.08.2026, 12:24·4 Min. Lesezeit·
Ein Pfarrer und seine Stadt: Wolfgang Kürschner reflektiert über Jahre voller Leidenschaft und Zusammenhalt in Cloppenburg

Symbolbild, KI-generiert.

Die Kirchenarbeit in einer Stadt wie Cloppenburg ist mehr als nur religiöse Verkündigung. Sie ist Begleitung in Lebenskrisen, Gemeinschaftsgestaltung und nicht zuletzt ein Akt der Leidenschaft für Menschen und ihre Geschichten. Pfarrer Wolfgang Kürschner, der sich nun von seiner Zeit in Cloppenburg verabschiedet, verkörpert dieses Verständnis von Seelsorge in besonderer Weise. In einem ausführlichen Rückblick berichtet der Geistliche von den prägenden Erfahrungen seiner Amtszeit und davon, wie der Teamgeist die Kirchengemeinde zusammengehalten hat.

Kürschner ist ein Mensch, der seine Arbeit mit vollem Herzen ausführt. Das wird unmittelbar deutlich, wenn man mit ihm über seine Jahre in Cloppenburg spricht. Es ist nicht einfach eine Stelle gewesen, die er bekleidet hat – es war vielmehr eine Lebensaufgabe, die er mit großem Engagement und echter innerer Überzeugung erfüllt hat. Die Gemeinde, so wird schnell klar, ist dem Pfarrer ans Herz gewachsen. Die Beziehungen zu den Gemeindemitgliedern, die intensiven Gespräche in schwierigen Zeiten, die Freuden bei Trauungen und Taufen – all das hat tiefe Spuren hinterlassen.

Ein wesentliches Element seiner Arbeit war der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde. Kürschner betont immer wieder, wie wichtig der Teamgeist für die kirchliche Arbeit ist. Es sind nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiter, die eine Gemeinde tragen, sondern vor allem auch die Ehrenamtlichen, die sich mit Hingabe in die verschiedensten Aufgaben stürzen. Ob in der Diakonie, in den Kindergärten, in den Jugendgruppen oder bei Gemeindefesten – überall zeigt sich dieses Engagement, das über bloße Pflichterfüllung hinausgeht. Kürschner hat diese Menschen geschätzt und unterstützt, und diese gegenseitige Wertschätzung bildete das Fundament einer lebendigen Gemeinde.

In seinen Ausführungen wird deutlich, dass Pfarrer Kürschner nicht einfach nur von oben herab gesegnet und gepredigt hat. Vielmehr hat er sich als Teil dieser Gemeinschaft verstanden, als jemand, der zuhört, der präsent ist und der auch in schwierigen Momenten nicht ausweicht. Die Seelsorge erfordert Authentizität und echtes Interesse für die Menschen und ihre Nöte. Das hat Kürschner gelebt. Seine Offenheit gegenüber modernen Themen, seine Fähigkeit, traditionelle Glaubensinhalte in die heutige Zeit zu übersetzen, hat vielen Menschen geholfen, ihren Glauben lebendiger zu erleben.

Das besondere Verhältnis zwischen Pfarrer und Gemeinde wird auch darin sichtbar, wie Kürschner über die Kirchenfeste und Veranstaltungen in Cloppenburg spricht. Diese sind nicht abstrakte Rituale, sondern Momente der echten Begegnung, in denen sich Menschen aufgenommen fühlen und erleben, dass ihre Kirche ein Ort ist, an dem sie willkommen sind. Ob Weihnachtsfeiern, Osservices oder Gemeindefeste – bei all diesen Anlässen ging es darum, eine Atmosphäre der Wärme und Zugehörigkeit zu schaffen. Kürschner hat verstanden, dass Menschen nicht nur spirituelle, sondern auch emotionale und soziale Bedürfnisse haben.

Besonders bemerkenswert ist Kürschners Verständnis von kirchlicher Verantwortung in der Gesellschaft. Die Kirche, so seine Überzeugung, darf nicht abseits stehen, wenn es um wichtige soziale Fragen geht. Sie muss sich einmischen, Position beziehen und für die Schwachen eintreten. Diese Haltung hat seine Arbeit in Cloppenburg geprägt. Er hat sich nicht gescheut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen und die Gemeinde zu ermutigen, christliche Nächstenliebe nicht nur zu predigen, sondern zu leben.

In seinen Gesprächen zeigt sich auch eine gewisse Wehmut – die natürliche Wehmut eines Abschieds. Eine lange Zeit, geprägt von intensiven menschlichen Beziehungen und gemeinsamen Erlebnissen, geht zu Ende. Aber es ist nicht die Wehmut der Resignation, sondern die Wehmut derjenigen, der weiß, dass er etwas Wertvolles geschaffen hat. Die Gemeinde wird weiterleben, neue Aufgaben werden entstehen, und sein Nachfolger wird eigene Akzente setzen. Das ist natürlich und notwendig. Doch die Spuren, die Kürschner hinterlässt – sie werden nicht verblassen.

Die Leidenschaft, von der Pfarrer Kürschner spricht, ist nicht das romantische Pathos einer weltfremden Spiritualität. Sie ist geerdet, praktisch und menschlich. Es ist die Leidenschaft dessen, der versteht, dass der Glaube seinen Sinn nur erfüllt, wenn er das Leben der Menschen wirklich berührt und verändert. Und der Teamgeist, den er hervorhebt, ist das Zeichen einer Gemeinde, die nicht vom charismatischen Einzelnen abhängig ist, sondern auf stabilen Fundamenten kollektiven Engagements ruht.

Am Ende bleibt die Frage, was bleibt. Was bleibt von einer Amtszeit? Die Antwort wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen, in der Art und Weise, wie die Gemeinde weiterlebt und wächst, in den Menschen, deren Glaube gefestigt wurde, in den sozialen Projekten, die fortgeführt werden, und in der Kultur des Zusammenhalts, die gewachsen ist. Pfarrer Wolfgang Kürschner wird Cloppenburg verlassen, aber die Stadt wird ihn nicht vergessen. Und das ist das schönste Vermächtnis, das ein Pfarrer hinterlassen kann.

Für die Cloppenburger Kirchengemeinde beginnt nun ein neues Kapitel. Die Aufgaben bleiben, die Herausforderungen sind nicht kleiner geworden, aber die Grundlagen sind gelegt. Ein Pfarrer, der mit Leidenschaft und Teamgeist gewirkt hat, wird weiterwirken – nicht mehr persönlich vor Ort, aber in den Menschen und Strukturen, die er mitgeprägt hat. Das ist die bleibende Kraft eines gelebten Glaubens in einer Gemeinde.

Quelle: https://news.google.com/rss/articles/CBMiiwJBVV95cUxPd3RtUVVSZEpmRHNRSWNpanEtSFhhRlphM0p2QTJ3LWVTWnpSdk5ta0N2Nlg0TFlVQ0pETEZmcTVIRFJBZkVYOVI2SndvMDRxWm4ydWdwY2Z4aWpCQUM4akdiVkkyQm5NSnQ5dmxIZW1sdGxjV1lIR3pjNVdmdm5kdDdSTHFhdDM2bjhtemFkQ2FtdUFjRVVXYTlHNTM2WndqcXEyVHBFWU0wM2M3ZmVBLUhOUVkxQm1XY2FqVXhZNW1HVVBnczdaRk91RHRlbzhHaHZqNUgydjdZc1dRb2ZROWowX0xJd3J4OFcxZXFMdlFrekRfZGgzbnQxRF81RHNNM1kyVHkzR2E4YXM?oc=5&ucbcb=1&hl=de&gl=DE&ceid=DE:de

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