Wirtschaft
Ende einer Ära: Cloppenburgs Wirtschaftsförderin geht nach 22 Jahren in den Ruhestand
Nach mehr als zwei Jahrzehnten intensiver Arbeit für die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Cloppenburg verabschiedet sich eine Schlüsselfigur in den Ruhestand. Ihre Bilanz kann sich sehen lassen.
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Das Jahr 2024 markiert das Ende einer bemerkenswerten Ära in der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg. Eine Persönlichkeit, die über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg die ökonomische Entwicklung der Region maßgeblich geprägt und vorangetrieben hat, verlässt ihre Position und tritt in den Ruhestand. Das Karriereende einer solch engagierten Fachkraft stellt einen Wendepunkt dar – nicht nur für die Person selbst, sondern auch für die lokale Wirtschaftslandschaft, die von ihrer Expertise, ihrem Netzwerk und ihrer Leidenschaft profitiert hat.
Während ihrer 22-jährigen Tätigkeit hat die Wirtschaftsförderin zahlreiche Projekte initiiert, begleitet und erfolgreich umgesetzt. Sie war es, die vielen mittelständischen Unternehmen in kritischen Phasen zur Seite stand, die Ansiedlung neuer Betriebe ermöglichte und gleichzeitig bestehende Firmen bei ihrer Expansion unterstützte. Die Arbeit in der Wirtschaftsförderung ist dabei weit mehr als nur das Vermitteln von Kontakten oder das Bereitstellen von Informationen. Es geht um strategische Planung, die Identifikation von Chancen und Risiken sowie die Fähigkeit, verschiedenste Akteure – von Unternehmern über Kommunalpolitiker bis hin zu Behördenvertreter – an einen Tisch zu bringen und konstruktiv miteinander ins Gespräch zu bringen.
Die Statistiken sprechen eine klare Sprache über den wirtschaftlichen Beitrag, den die Fördereinrichtung unter ihrer Leitung geleistet hat. Die Zahl der neu angesiedelten Unternehmen ist in den vergangenen zwei Dekaden kontinuierlich gestiegen. Ebenso beeindruckend ist die Bilanz beim Thema Arbeitsplatzschaffung: Dank der gezielten Ansiedlungspolitik und der Unterstützung bestehender Betriebe beim Wachstum sind Hunderte von neuen Stellen in der Region entstanden. Dies hat nicht nur den Arbeitsmarkt gestärkt, sondern trägt auch zur Stabilisierung der Steuereinnahmen der Kommunen bei und trägt damit zur finanziellen Handlungsfähigkeit der öffentlichen Hand bei.
Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Wirtschaftsförderin im Bereich der Fachkräftesicherung. Sie erkannte frühzeitig, dass die demografischen Herausforderungen und der Fachkräftemangel zu einer wachsenden Bedrohung für den Wohlstand der Region werden könnten. Daraufhin initiierte sie verschiedene Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung, arbeitete eng mit Schulen und Berufsbildungseinrichtungen zusammen und schuf Plattformen, auf denen sich Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer begegnen konnten. Diese vorausschauende Haltung hat vielen Betrieben geholfen, ihre Personalplanungen zukunftssicherer zu gestalten.
Auch in Krisensituationen bewies die Wirtschaftsförderin ihre Bedeutung für die Region. Insbesondere während wirtschaftlicher Abschwünge oder bei Strukturbrüchen in einzelnen Branchen war es ihre Aufgabe, betroffene Unternehmen zu stabilisieren, alternative Geschäftsmodelle zu erkunden und neue Chancen zu identifizieren. Ihre Rolle als Ansprechpartnerin und Vermittlerin erwies sich in solchen Zeiten als unersetzlich. Sie half dabei, Netzwerke zu knüpfen, Kooperationen zu initiieren und damit Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Netzwerkarbeit stellt einen weiteren Schwerpunkt ihrer Tätigkeit dar. Über 22 Jahre hinweg hat die Wirtschaftsförderin ein dichtes Netzwerk aufgebaut – bestehend aus Unternehmern, Bankenvertreter, Verbandsfunktionären, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern. Dieses Netzwerk ist nicht nur für die einzelnen Unternehmen, sondern für die gesamte Region von unschätzbarem Wert. Es ermöglicht den schnellen Informationsfluss, die gegenseitige Unterstützung und die Kollaboration an gemeinsamen Projekten.
Zum Abschied aus dem aktiven Berufsleben wird die Wirtschaftsförderin von vielen Seiten gelobt. Unternehmer beschreiben sie als zuverlässige Partnerin, die stets ein offenes Ohr für ihre Probleme hatte und praktische Lösungsvorschläge anbot. Politiker würdigen ihre sachliche und objektive Beratung, die bei Entscheidungen zu wirtschaftlichen Fragen maßgeblich war. Kollegen schätzen ihre Professionalität, ihre Geduld und ihren unermüdlichen Einsatz für die Region. Diese breite Anerkennung unterstreicht die Bedeutung ihrer Arbeit.
Doch mit jedem Ende beginnt auch etwas Neues. Die Nachfolge in der Wirtschaftsförderung wird neue Energien, möglicherweise neue Ideen und zeitgemäße Ansätze in die Arbeit einbringen. Die digitale Transformation der Wirtschaft, die Herausforderungen des Klimawandels und die zunehmende Globalisierung werden die kommenden Jahre prägen. Die Wirtschaftsförderung wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um den Landkreis Cloppenburg als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren und zugleich nachhaltig zu gestalten.
Ihre Kolleginnen und Kollegen haben die Chance, auf den soliden Fundamenten aufzubauen, die gelegt wurden. Die gut funktionierenden Strukturen, die etablierten Kontakte und die bewährten Methoden stellen eine ausgezeichnete Grundlage dar. Gleichzeitig bleibt der Anspruch, diese noch weiter zu verbessern und neue Wege zu beschreiten. Der Rückzug der langjährigen Wirtschaftsförderin aus dem aktiven Dienst ist damit nicht als Bruch zu verstehen, sondern vielmehr als ein natürlicher Wechsel in einem kontinuierlichen Prozess der Weiterentwicklung.
Die Bilanz dieser 22 Jahre wird in den kommenden Jahren noch deutlicher werden. Viele der Unternehmen, die unter ihrer Begleitung gegründet oder expandiert wurden, werden weiter wachsen. Arbeitsplätze werden gesichert und neue entstehen. Innovationen werden vorangetrieben. All dies wird ein lebendiges Vermächtnis ihrer Arbeit darstellen. Cloppenburgs Wirtschaft verdankt dieser Persönlichkeit einen großen Teil ihres aktuellen Erfolges und ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Ein verdienter Ruhestand für jemanden, der sich unermüdlich in den Dienst der regionalen Wirtschaft gestellt hat.
