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Friesoythe kämpft mit Personalengpässen im Integrationsbeirat

Der Integrationsbeirat Friesoythe verliert Mitglieder und kämpft damit, seine Aufgaben erfüllen zu können. Die Verantwortlichen schlagen Alarm und fordern schnelle Lösungen.

Maike

von Maike

07.07.2026, 12:46·4 Min. Lesezeit·

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In Friesoythe hat sich eine angespannte Personalsituation im Integrationsbeirat entwickelt, die bei den Verantwortlichen zunehmend Sorgen auslöst. Das Gremium, das eine wichtige Rolle bei der Integration von Migrantinnen und Migranten in der Gemeinde spielt, kann aufgrund von Personalengpässen seine Arbeit zunehmend schwerer erfüllen. "Ich mache mir große Sorgen" – mit dieser bedrängten Aussage bringt einer der führenden Vertreter des Beirats die Dramatik der Situation auf den Punkt.

Der Integrationsbeirat ist ein zentrales Organ für die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund und verschiedenen Interessensverbänden. Seine Aufgabe ist es, Integration zu fördern, Vorurteile abzubauen und für ein gleichberechtigtes Miteinander in der Gemeinde Friesoythe einzustehen. Doch genau diese Arbeit wird zunehmend schwerer, da wichtige Positionen vakant sind und sich Schwierigkeiten bei der Neubesetzung abzeichnen.

Die Personalprobleme sind vielfältig. Mehrere langjährige Mitglieder des Beirats haben ihre Ämter niedergelegt oder sind aus beruflichen oder persönlichen Gründen ausgeschieden. Damit fehlt nicht nur wertvolle Erfahrung, sondern auch der notwendige Schwung, um die vielfältigen Projekte und Initiativen voranzutreiben. Der Beirat ist damit in einer Situation, in der die verfügbaren Kapazitäten nicht ausreichen, um alle anfallenden Aufgaben angemessen zu bewältigen.

Besonders kritisch ist die Situation bei der Besetzung von Schlüsselpositionen. Der Beirat benötigt engagierte Menschen, die bereit sind, ihre Zeit und Energie für die Integrationsarbeit einzubringen. Doch genau solche Kandidatinnen und Kandidaten sind schwer zu finden. Das liegt zum einen an der generell hohen Belastung durch ehrenamtliche Tätigkeiten, zum anderen aber auch an einer möglicherweise unzureichenden Bekanntheit der Beiratsarbeit in der Bevölkerung. Viele Menschen wissen nicht um die Bedeutung dieser Gremien und welchen konkreten Unterschied aktive Mitarbeit machen kann.

Die Auswirkungen der Personalknappheit sind bereits sichtbar. Regelmäßig fällt es dem Beirat schwer, beschlussfähig zu sein – also eine ausreichende Zahl von Mitgliedern zu einer Sitzung zu versammeln. Das führt zu Verzögerungen bei wichtigen Entscheidungen. Projekte, die zur Verbesserung der Integrationssituation beitragen könnten, lassen sich nicht umsetzen. Und nicht zuletzt: Die verbleibenden aktiven Mitglieder erleben eine wachsende Belastung, da sie versuchen, Lücken zu füllen, die eigentlich von mehreren Schultern getragen werden sollten.

Die Gemeinde Friesoythe und die Stadtverwaltung sind sich der Problematik bewusst. Es gibt bereits erste Überlegungen, wie man dem entgegenwirken könnte. Eine Möglichkeit wäre, die Öffentlichkeit stärker auf die Bedeutung der Integrationsbeiräte hinzuweisen und gezielt Menschen für die Mitarbeit zu gewinnen. Ein Fokus könnte auch auf die Vereinfachung der Procedures und der Aufgabenverteilung liegen, um die Hürden für neue Mitglieder zu senken. Auch die Frage, wie man bereits engagierte Personen entlasten kann, wird diskutiert.

Der Integrationsbeirat ist insbesondere in einer Zeit relevant, in der die Gesellschaft vielfältiger wird und gleichzeitig Fragen von Zusammenleben und gegenseitiger Akzeptanz an Bedeutung gewinnen. Die Arbeit dieses Gremiums trägt dazu bei, dass Migrantinnen und Migranten nicht nur formal Teil der Gemeinde sind, sondern sich auch aktiv einbringen können und ihre Stimme gehört wird. Ein schwach besetzter Beirat ist somit auch ein Signal dafür, dass diese Aspekte möglicherweise zu wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Die Sorge der Beiratsmitglieder ist berechtigt. Ohne schnelle und entschiedene Gegenmaßnahmen droht der Beirat immer weiter an Handlungsfähigkeit zu verlieren. Das wäre nicht nur für die konkrete Integrationsarbeit ein Nachteil, sondern würde auch das Vertrauen von Migrantinnen und Migranten in die Instituionen der Gemeinde beschädigen. Sie könnten den Eindruck gewinnen, dass ihre Belange nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit verfolgt werden.

Um diese Entwicklung zu stoppen, braucht es ein koordiniertes Vorgehen. Die Gemeinde sollte eine Kampagne starten, um neue Beiratsmitglieder zu werben. Bestehende Mitglieder könnten als Multiplikatoren fungieren. Auch Schulen, Vereine und andere Organisationen könnten aktiv bei der Suche nach engagierten Kandidatinnen und Kandidaten eingebunden werden. Darüber hinaus sollten die Bedingungen der Beiratsarbeit überprüft werden: Sind die Sitzungstermine angemessen? Gibt es genug Unterstützung durch die Verwaltung? Werden die geleisteten Stunden anerkannt und gewürdigt?

Die Personalprobleme im Friesoyther Integrationsbeirat sind ein Phänomen, das sich in vielen Gemeinden und Städten beobachten lässt. Ehrenamtliches Engagement wird schwerer, Zeit ist knappe Ressource, und nicht jeder kann sich aus privaten oder beruflichen Gründen langfristig binden. Dennoch: Ohne solche Gremien droht Vielfalt zur bloßen Statistik zu werden, anstatt gelebte Realität im Alltag. Friesoythe sollte diesen Weckruf ernst nehmen und handeln.

Quelle: https://news.google.com/rss/articles/CBMi9wFBVV95cUxOa3NhWnIyOWZzaHhKNnZRYzJEdGluNXVZaVpTTHNfVnB5SkM5Y0JwTks2aFl4RkxQYVRBVlZzUWdEOVhaUHV2SnRhZEl3RzVGY1pCdV9hNk9WU1Q3VWRBdTRUb0x1RXFta1ozVzVIZm9odDdJSDBpS2xWY3YydUZLbEtUeEtNWXZMbmJfclZEVkctZ1g1ay1KekNvQXBJVmdVVHd5cXRtT1pYNHNON01ENFZIVlZhV3VSUDRWU1ZRM3kxNUNuOEVVSktVRzZvNEQ0RjdtcGpzdGl1SVdhME9yVXFJMGtpam4wXzlsZ3c3ZU8yVy1pajRN?oc=5&ucbcb=1&hl=de&gl=DE&ceid=DE:de

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