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Landwirtschaft in Bedrängnis: Kreislandvolkverband warnt vor drastischen Folgen der EU-Pflanzenschutzmittel-Verordnung

Der Kreislandvolkverband Cloppenburg sieht die heimische Landwirtschaft durch neue EU-Regelungen zu Pflanzenschutzmitteln massiv gefährdet. Der Verband fordert dringend Nachbesserungen.

von Peter

18.11.2023, 08:00·3 Min. Lesezeit·
Landwirtschaft in Bedrängnis: Kreislandvolkverband warnt vor drastischen Folgen der EU-Pflanzenschutzmittel-Verordnung

Bildquelle: Redaktion.

Die Landwirtschaft im Landkreis Cloppenburg steht unter Druck. Der Kreislandvolkverband äußert erhebliche Bedenken gegen die neue Pflanzenschutzmittel-Verordnung der Europäischen Union und warnt vor gravierenden Konsequenzen für die regionale Agrarwirtschaft. Der Verband sieht in den geplanten Regelungen eine existenzielle Bedrohung für viele Betriebe und hat sich daher zu deutlicher Kritik veranlasst gefühlt.

Die neuen Vorgaben der EU würden zu einer massiven Beschränkung bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln führen, argumentiert der Kreislandvolkverband. Dies hätte zur Folge, dass Landwirtinnen und Landwirte im Cloppenburg erheblich weniger Möglichkeiten hätten, ihre Kulturen vor Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern zu schützen. Besonders besorgniserregend sei, dass es für viele Kulturen kaum noch Alternativen gebe, um Ernteausfälle zu verhindern.

Die Kritik des Verbandes richtet sich gegen das grundsätzliche Konzept der neuen Verordnung. Statt pauschale Einschränkungen vorzunehmen, müsse die EU regional unterschiedliche Bedingungen berücksichtigen, fordern die Verbandsvertreter. Was in mediterranen Gebieten mit langen Wachstumsphasen funktionieren könne, sei für das norddeutsche Klima und die dort vorherrschenden Anbaubedingungen oft ungeeignet. Der Kreislandvolkverband betont, dass eine pauschale Regelung ohne solche Ausnahmen der Vielfalt der europäischen Landwirtschaft nicht gerecht wird.

Zugleich weist der Verband auf die wirtschaftlichen Risiken hin, die mit den geplanten Regelungen verbunden sind. Sinkende Erträge durch mangelnde Schädlingsbekämpfung würden zu Einkommenseinbußen führen, was letztlich die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Betriebe gefährde. Gerade im Vergleich zu Anbietern aus Nicht-EU-Ländern, die deutlich weniger strikten Vorschriften unterliegen, könnten deutsche und europäische Landwirte ins Hintertreffen geraten.

Der Kreislandvolkverband Cloppenburg fordert daher eine Überprüfung und Überarbeitung der Verordnung. Es brauche differenzierte Regelungen, die sowohl ökologische Ziele als auch die wirtschaftliche Rentabilität der landwirtschaftlichen Betriebe berücksichtigen. Nur so könne ein tragfähiger Weg gefunden werden, der Umweltschutz und Nahrungsmittelproduktion miteinander verbindet.

Die Position des Verbandes wird auch von anderen landwirtschaftlichen Organisationen geteilt. Die Sorge um die Zukunftsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft unter den neuen Bedingungen ist weit verbreitet. Viele Landwirte befürchten, dass sie künftig zwischen schwindenden Ertragsmöglichkeiten und strengeren Umweltauflagen zerrieben werden – ohne dass realistische Alternativen zur Verfügung stünden.

Die Debatte über die richtige Balance zwischen Pflanzenschutz und Umweltschutz ist kein neues Phänomen. Doch die EU-Verordnung stellt die Landwirtschaft vor bisher ungekannte Herausforderungen. Der Kreislandvolkverband sieht sich daher in der Verantwortung, die Interessen der Landwirte im Cloppenburg lautstark zu vertreten und die Entscheidungsträger auf die regionalen Besonderheiten hinzuweisen.

Wie die weitere Entwicklung aussehen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Druck auf die Landwirtschaft wird größer. Der Kreislandvolkverband wird weiterhin für eine Verordnung eintreten, die realistische und regional angepasste Vorgaben schafft. Nur dann, so die Überzeugung des Verbandes, könne die Landwirtschaft in der Region Cloppenburg eine lebensfähige Zukunft haben.

Quelle: https://news.google.com/rss/articles/CBMi0AFBVV95cUxNd2VWNTdtZU94Vy0ycVQ1UW9MQ2U0ajNpdWl5UWNNUHVKRXlqYTd5a0dXTHdma3MycEVnVXk2MUlnS2JDRDYyVDROZHNRVERRenhIYy04T25NYjZGaXRBTW5FX1d4QlRteHUzbVB0MWpDbVQ0TmF5N01NejRZNUZPNUxYQ00zdWc1ZGZub0VsXzV1aTRNd2h5SnU0UEROVWR3TVB2dnltWjR0MGVXNzJHVUY2UGYzWTZoWmg3ZXNNSGU1WXRvTm1FdWU0Z2l5czMz?oc=5&ucbcb=1&hl=de&gl=DE&ceid=DE:de

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