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Weltoffene Kitas in Friesoythe: Junge Freiwillige aus Nigeria und Vietnam prägen Alltag in Weidenkörbchen

Zwei internationale Freiwillige bereichern derzeit die Arbeit in den Weidenkörbchen Kindertagesstätten in Friesoythe. Ihre Erfahrungen zeigen, wie wertvoll der kulturelle Austausch für Kinder und Fachkräfte ist.

Martin

von Martin

08.09.2026, 12:23·4 Min. Lesezeit·
Weltoffene Kitas in Friesoythe: Junge Freiwillige aus Nigeria und Vietnam prägen Alltag in Weidenkörbchen

Symbolbild, KI-generiert.

Die Weidenkörbchen Kindertagesstätten in Friesoythe erleben derzeit eine bereichernde Zeit. Zwei junge Menschen aus der weiten Welt haben sich entschieden, ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) in den Einrichtungen zu absolvieren. Mit ihren unterschiedlichen Herkunftsländern – einer stammt aus Nigeria, der andere aus Vietnam – bringen sie neue Perspektiven, Kulturen und Erfahrungen in den Alltag mit Kindern und Eltern. Dieses internationale Engagement zeigt, wie offen die Friesoyther Kindertagesstätten für globale Austauschprogramme sind und welche Chancen sich daraus für alle Beteiligten ergeben.

Der Bundesfreiwilligendienst, der 2011 als Nachfolger des Zivildienstes eingeführt wurde, bietet jungen Menschen die Gelegenheit, sich für mindestens sechs Monate bis zu zwei Jahren in gemeinnützigen Einrichtungen zu engagieren. Das Programm steht nicht nur deutschen Bürgern offen, sondern auch Personen aus dem Ausland. Damit wird das BFD zu einem wichtigen Instrument für internationale Verständigung und kulturelle Begegnung – genau wie die Kitas in Friesoythe sie gerade praktizieren. Die beiden Freiwilligen aus Nigeria und Vietnam nutzen diese Chance, um in einem für sie neuen Umfeld Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig als Brückenbauer zwischen Kulturen zu fungieren.

In einer Kita ist es von unschätzbarem Wert, wenn Fachkräfte mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeiten. Die Kinder erleben täglich, dass Vielfalt bereichernd ist, und nehmen ganz selbstverständlich auf, dass es verschiedene Sprachen, Traditionen und Lebensweisen gibt. Die Freiwilligen aus Nigeria und Vietnam können den Kindern authentische Einblicke in ihre Herkunftsländer vermitteln – durch Geschichten, Lieder, Speisen oder auch durch ihre Art, Dinge anzupacken. So entsteht eine natürliche, spielerische Vermittlung von interkultureller Kompetenz, die Pädagogik-Lehrbücher kaum besser erreichen könnten.

Darüber hinaus profitieren auch die pädagogischen Fachkräfte von der Präsenz der internationalen Freiwilligen. Sie lernen neue Ansätze kennen, reflektieren ihre eigene Arbeit kritisch und setzen sich mit anderen Erziehungstraditionen auseinander. Der regelmäßige Austausch mit Menschen aus anderen Ländern schärft den Blick für die eigenen kulturellen Prägungen und ermöglicht es, den Kindern ein weltoffeneres Selbstverständnis vorzuleben. Dies trägt letztlich dazu bei, dass bereits kleine Kinder in Friesoythe ein positives Verständnis für kulturelle Unterschiede entwickeln.

Für die Freiwilligen selbst ist ein internationales BFD eine transformative Erfahrung. Sie verlassen ihre Heimatländer, müssen sich in einer neuen Sprache zurechtfinden und lernen ein ganz anderes Bildungssystem kennen. Nigeria und Vietnam sind Länder mit reichen Kulturen und eigenen pädagogischen Traditionen, die sich erheblich von deutschen Ansätzen unterscheiden können. Wenn junge Menschen diese Unterschiede hautnah erleben und sich trotzdem – oder gerade deswegen – engagiert in ihre Aufgaben stürzen, entwickeln sie Empathie, Flexibilität und interkulturelle Sensibilität. Diese Soft Skills sind nicht nur im Bereich der frühkindlichen Erziehung von enormem Wert, sondern auch für ihre eigene berufliche und persönliche Zukunft.

Die Weidenkörbchen Kindertagesstätten in Friesoythe zeigen mit dieser Initiative auch Verantwortung gegenüber dem globalen Süden. Nigeria und Vietnam sind beide Länder mit großer Bevölkerung und unterschiedlichen sozioökonomischen Herausforderungen. Dass junge Menschen aus diesen Ländern die Möglichkeit bekommen, in Deutschland zu lernen, zu arbeiten und ihre Fähigkeiten zu entwickeln, ist nicht nur für die Individuen ein großer Gewinn. Es trägt auch zu einer besseren Vernetzung zwischen den Ländern bei und kann langfristig zu mehr Verständnis und Zusammenarbeit führen.

Während ihres Aufenthalts in Friesoythe werden die beiden Freiwilligen vermutlich auch die Besonderheiten der Region Cloppenburg kennenlernen – eine ländliche Gegend mit starken Wurzeln in Landwirtschaft und Handwerk, aber auch mit modernen Perspektiven und Offenheit. Die Konfrontation dieser regionalen Identität mit internationalen Erfahrungen könnte auch für die Gemeinde selbst bereichernd wirken. Nicht selten berichten Freiwillige nach ihrem Einsatz von überraschenden Erkenntnissen über die Gesellschaft, in der sie tätig waren, und tragen diese Erkenntnisse in ihre Heimat zurück.

Doch solche internationalen Programme sind auch auf praktische Unterstützung angewiesen. Koordination, Betreuung, Unterkunft und Vorbereitung erfordern Ressourcen. Es ist daher besonders hervorzuheben, dass die Weidenkörbchen Kitas diese Mühe auf sich nehmen und aktiv Freiwillige aus dem Ausland willkommen heißen. Das spricht für das Engagement der Leitung und des Teams vor Ort und zeigt, dass Friesoythe kein abgelegener Flecken ist, sondern eine Gemeinde, die sich bewusst zur Welt öffnet.

Das internationale BFD-Programm wird durch verschiedene Träger organisiert und vermittelt. Die Freiwilligen durchlaufen Orientierungskurse, Sprachtrainings und regelmäßige Begleitung während ihres Einsatzes. Daneben erhalten sie Unterkunft und ein kleines Taschengeld, das ihnen ermöglicht, die neue Umgebung zu erkunden und an kulturellen Aktivitäten teilzunehmen. Für Träger wie die Weidenkörbchen Kitas bedeutet dies auch, dass spezialisierte Begleitung und Beratung zur Verfügung steht, um mögliche Herausforderungen zu meistern.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Präsenz von Freiwilligen aus Nigeria und Vietnam in den Friesoyther Kitas ein leuchtendes Beispiel für gelungene Integration durch kleine, aber bedeutsame Gesten ist. Es zeigt, dass Begegnung auf Augenhöhe möglich ist – nicht in großen politischen Gesten, sondern dort, wo es im Alltag zählt: beim gemeinsamen Spielen, Lernen und Wachsen mit Kindern. So werden aus zwei jungen Menschen aus fernen Ländern nicht nur Arbeitskräfte, sondern Botschafter einer weltoffeneren Zukunft.

Quelle: https://news.google.com/rss/articles/CBMi8AFBVV95cUxNSTJkUGQxZmRlMkFZZXF0MmJGNldZYktaWnFGWU1vcWQzVF8yTEo1cmtEUTJEbnJQR3FOS1c1TUd1LS1uNnRiMTluM3RNUkRKNU5fZHYtMGxNU3M4ZzljVGhITkpVb3hSMGVjZ2ttcVVfNENGWjBVOE1ZNTNlbnVXSXV5Tjc3UWYxZFFBY1V1NVdERU94TWFUWjdkQ0pmcnZaZVE1YlFFLXdwZndUM0hwSkYydEtIS1VwS2RtTnZkRWZaX2h0U05FZ21vQmxJRVQteFNyQmN5bmg5VkNjZFVtRVNzbjdMSURieC1DX1FMUXU?oc=5&ucbcb=1&hl=de&gl=DE&ceid=DE:de

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