Wilde Nächte im Landkreis: Gewalt, Diebstahl und Verkehrschaos am Wochenende
Das Wochenende vom 27. bis 28. Juni bescherte dem Landkreis Cloppenburg eine Serie von Straftaten und Verkehrsverstößen. Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen und sucht Zeugen.
von Peter
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Das Wochenende vom 27. bis 28. Juni hat in mehreren Gemeinden des Landkreises Cloppenburg für erhebliche polizeiliche Einsätze gesorgt. Von Körperverletzungen über Diebstahl bis hin zu Verkehrsstraftaten unter Alkoholeinfluss – die Polizeiinspektionen Cloppenburg und Löningen dokumentieren ein arbeitsreiches Wochenende mit zahlreichen strafbaren Handlungen.
Ein besonders ernster Zwischenfall ereignete sich am Samstag gegen 23:00 Uhr auf dem Schützenplatz in Löningen. Auf einer Firmenfeier im dortigen Zelt an der Hamstruper Straße kam es zu einer massiven Rauferei zwischen insgesamt fünf Personen. Es handelte sich um eine wechselseitige Körperverletzung, bei der auch ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes zum Opfer wurde, der versucht hatte, die Auseinandersetzung zu schlichten. Das Eingreifen des Sicherheitspersonals wurde von den beteiligten Personen mit Angriffen quittiert. Die Bilanz: Zwei der Beteiligten mussten mit Rettungswagen in Krankenhäuser transportiert werden. Die Polizei fertigte mehrere Strafanzeigen aus.
Am selben Samstag, allerdings bereits gegen 21:05 Uhr, wurde ein 16-Jähriger aus Lindern Opfer einer Gewalttat. Der Jugendliche wurde auf dem Fußweg am Hasedeich durch drei bislang unbekannte Personen geschlagen. Die Täter konnten unerkannt die Flucht ergreifen. Die Polizei Löningen bittet Zeugen, die etwas beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 05432/803840 zu melden.
Auch Diebstähle beschäftigten die Ermittler. In der Zeit von Freitag 19:30 Uhr bis Samstag 08:00 Uhr entwendeten unbekannte Täter aus dem mit einem Zaun gesicherten Außenlager eines Sonderpreis Baumarktes in Garrel in der Gutenbergstraße insgesamt 28 Säcke Grillkohle. Der Wert der gestohlenen Ware wird auf etwa 140 Euro geschätzt. Die Polizei sucht nach Zeugen, die verdächtige Personen bei der Tatausführung beobachtet haben, und bittet diese dringend, sich unter der Telefonnummer 04471/18600 zu melden.
Ein besonders abscheuliches Verkehrsdelikt kam ans Licht, als die Autobahnpolizei Ahlhorn am Samstag gegen 15:30 Uhr einen BMW mit Bremer Kennzeichen im Bereich Emstek auf der A29 kontrollierte. Der 28-jährige Fahrer war nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis – und als ob das nicht genug wäre, fehlte für das Fahrzeug auch der erforderliche Versicherungsschutz. Da der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat und keine Sicherheitsleistung hinterlegen konnte, wurde er vorläufig festgenommen. Ein beschleunigtes Verfahren wurde eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft eröffnete zudem ein Strafverfahren gegen die Halterin des Fahrzeugs, da diese die Fahrt des unbefugten Fahrers zugelassen hatte.
Die Alkoholproblematik machte auch am Wochenende nicht halt. Ein 27-jähriger Löninger war am Sonntag gegen 00:30 Uhr mit seinem VW Polo unterwegs, als er von einer Streife der Polizei Löningen kontrolliert wurde. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,76 Promille – deutlich über dem zulässigen Limit. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet, eine Blutprobe im Krankenhaus entnommen, der Führerschein sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt.
Nur kurz später, am Sonntag gegen 01:16 Uhr, geriet ein 34-Jähriger aus Cloppenburg in den Fokus der Polizei. Eine Streife der Polizei Cloppenburg kontrollierte seinen Opel Astra auf dem Industriezubringer in Cloppenburg und stellte fest, dass der Fahrer mit 1,39 Promille unterwegs war. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, der Führerschein beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt. Die Blutprobe sollte folgen. Doch damit nicht genug: Ein aufmerksamer Zeuge hatte zuvor einen Fahrerwechsel beobachtet, weshalb auch die 23-jährige Beifahrerin überprüft wurde. Sie hatte ebenfalls getrunken und erreichte sogar einen Wert von 1,73 Promille. Da die Frau keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde eine Sicherheitsleistung erhoben. Auch gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Darüber hinaus registrierte die Polizei einen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. In der Zeit von 10:10 Uhr bis 12:00 Uhr am Samstag beschädigte ein bislang unbekannter Fahrzeugführer einen an der Cloppenburger Straße Höhe Hausnummer 3 in Garrel geparkten Audi A4 vermutlich beim Vorbeifahren. Der Verursacher entfernte sich daraufhin vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Der Sachschaden wird auf etwa 150 Euro geschätzt. Die Polizei bittet Zeugen unter der Telefonnummer 04471/18600 zu melden.
Ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstag gegen 14:45 Uhr in Molbergen. Ein 29-jähriger Molberger beabsichtigte mit seinem Ford Fiesta von der Cloppenburger Straße in Richtung Ortskern fahrend, nach links in die Straße Alter Schützenplatz abzubiegen. Dabei übersah er einen 63-jährigen Norweger, der mit seinem BMW Krad entgegenkam. Es kam zum Zusammenstoß. Der Kradfahrer wurde leicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von etwa 15.000 Euro.
Die Polizeiinspektionen Cloppenburg und Löningen arbeiten derzeit an der Aufklärung dieser Fälle und bitten die Bevölkerung um Unterstützung. Wer Informationen zu den unbekannten Tätern hat, wird gebeten, sich mit den zuständigen Dienststellen in Verbindung zu setzen.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70090/6303557
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