Zwei Verkehrsunfälle im Nordkreis: Radfahrer bei Abbiegemanövern verletzt
Am Freitag, 22. Mai 2026, ereigneten sich im Nordkreis Cloppenburg zwei Verkehrsunfälle, bei denen Radfahrer von abbiegenden Fahrzeugen übersehen wurden. In beiden Fällen trugen die Zweiradfahrer leichte Verletzungen davon.
von Martin
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Der Nordkreis Cloppenburg hatte am Freitag, 22. Mai 2026, mit zwei bedauerlichen Verkehrsunfällen zu kämpfen, die innerhalb weniger Stunden und unter ähnlichen Umständen auftraten. In beiden Fällen wurden Radfahrer von Fahrzeugführern übersehen, die Abbiegemanöver durchführten. Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die immer wieder problematische Situation an Kreuzungen und Einmündungen, wo sich motorisierte und nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer begegnen.
Der erste Unfall ereignete sich bereits am frühen Morgen in Saterland. Gegen 05:40 Uhr kam es an der Einmündung Ostermoorstraße Ecke Am Ostermoor im Ortsteil Ramsloh-Hollenermoor zu dem Zusammenstoß. Ein 49-jähriger Sprinterfahrer aus Saterland befuhr die Ostermoorstraße und beabsichtigte, nach rechts auf die Straße Am Ostermoor in Richtung Scharrel abzubiegen. Dabei übersah er einen von rechts kommenden 52-jährigen E-Bike-Fahrer, der ebenfalls aus Saterland stammte. Das Elektrofahrrad nutzte der Mann zum Befahren des Radweges entlang der Straße Am Ostermoor in Fahrtrichtung Strücklingen.
Der Zusammenstoß führte dazu, dass der 52-jährige E-Bike-Fahrer leicht verletzt wurde. Während die Gesundheit des Mannes dabei glücklicherweise nicht schwerwiegend beeinträchtigt wurde, entstanden an den beteiligten Fahrzeugen erhebliche Sachschäden. Die Polizei bezifferte den Gesamtschaden in diesem Fall auf 800 Euro. Dies verdeutlicht, dass selbst bei relativ langsamen Geschwindigkeiten in solchen Situationen beachtliche materielle Folgen entstehen können.
Nur weniger als anderthalb Stunden später, gegen 07:15 Uhr am selben Freitag, wiederholte sich ein ähnliches Szenario – diesmal in Barßel im Ortsteil Harkebrügge. An der Einmündung Müggenbergstraße Ecke Königstraße kam es zu einem weiteren Verkehrsunfall zwischen einem Kraftfahrzeug und einem Radfahrer. Ein 58-jähriger Lkw-Fahrer aus Barßel war auf der Königstraße unterwegs und wollte nach links auf die Müggenbergstraße abbiegen. Das Manöver führte zu einer kritischen Situation, denn dabei übersah der Lkw-Fahrer eine vorfahrtsberechtigte 41-jährige Radfahrerin aus Barßel.
Die Frau war mit ihrem Fahrrad auf dem Radweg entlang der Müggenbergstraße unterwegs, um in Fahrtrichtung Harkebrügge zu fahren. Bei dem darauf folgenden Zusammenstoß erlitt die 41-Jährige ebenfalls leichte Verletzungen. Zum Zeitpunkt der Meldung war die genaue Schadenshöhe dieses Unfalls noch nicht ermittelt worden. Dennoch machte auch dieser Vorfall deutlich, wie schnell Unfallsituationen entstehen können, wenn motorisierte Fahrzeugführer Radfahrer in ihren Abbieguverkehren nicht ausreichend beachten.
Beiden Unfällen ist gemeinsam, dass sie sich an Kreuzungsbereichen ereigneten und dass Radfahrer von abbiegenden Fahrzeugen übersehen wurden. Diese Art von Verkehrsunfall ist im urbanen und halburbanen Raum weit verbreitet und stellt für Radfahrer ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Oft sind solche Unfälle das Resultat von Unaufmerksamkeit oder zu großer Geschwindigkeit beim Abbiegen, wenn der Fahrerblick nicht vollständig auf den gesamten Bereich der Einmündung gerichtet ist.
Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, vertreten durch das Polizeikommissariat Friesoythe, dokumentierte beide Vorfälle. PHKin Wolke ist die zuständige Beamtin, die die Pressemitteilung zu diesen Unfällen erstellte. Die Kontaktdaten für Rückfragen lauten: Telefon 04491/93390 oder E-Mail pressestelle@pi-clp.polizei.niedersachsen.de.
Für Verkehrsteilnehmer dienen diese beiden Unfälle als mahnendes Beispiel, die Aufmerksamkeit beim Fahren – insbesondere beim Abbiegen – nicht zu unterschätzen. Radfahrer sollten sich bewusst machen, dass sie für Fahrzeugführer in bestimmten Abbieguverkehren leicht in tote Winkel geraten können. Fahrzeugführer hingegen sind gefordert, vor dem Abbiegen eine umfassende Kontrolle durchzuführen und besonders auf Radfahrer zu achten, die auf Radwegen unterwegs sind. Solche gegenseitigen Rücksichtnahmen könnten solch bedauerliche Zwischenfälle in Zukunft vermeiden helfen.
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70090/6280754
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