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Neubeginn nach zwei Jahrzehnten: Pfarrer Kürschner verabschiedet sich aus Cloppenburg

Nach 19 Jahren geistlicher Arbeit in der Cloppenburger Gemeinde beginnt für Pfarrer Kürschner ein neuer Lebensabschnitt. Ein Gespräch über Abschied, Dankbarkeit und die Zukunft.

von Yvonne

26.08.2026, 07:00·4 Min. Lesezeit·
Neubeginn nach zwei Jahrzehnten: Pfarrer Kürschner verabschiedet sich aus Cloppenburg

Symbolbild, KI-generiert.

Mit gemischten Gefühlen blickt Pfarrer Kürschner auf sein Wirken in Cloppenburg zurück. Nach fast zwei Jahrzehnten intensiver seelsorgerischer Arbeit hat der Geistliche beschlossen, sich zur Ruhe zu setzen – ein Entschluss, der nicht leichtfällig gefallen ist, wie er in einem ausführlichen Gespräch deutlich macht. Die Zeit in der Domstadt hat ihn geprägt, neue Perspektiven eröffnet und tiefe menschliche Bindungen geschaffen, die auch mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Pfarramt fortbestehen werden.

Die neunzehn Jahre in Cloppenburg markieren einen wesentlichen Lebensabschnitt für den Pfarrer. In dieser Zeit hat er die Gemeinde durch verschiedenste Herausforderungen begleitet, Trauernde getröstet, Paare getraut und junge Menschen in ihrem Glauben unterstützt. Es sind Jahre gewesen, die von großem persönlichem Engagement geprägt waren und in denen sich neue Aufgaben ständig erneuert haben. Besonders eindrucksvoll beschreibt Kürschner die Vielfalt menschlicher Schicksale, denen er begegnet ist – jede Geschichte einzigartig, jede Begegnung bedeutsam.

Zum jetzigen Zeitpunkt habe er jedoch gemerkt, dass ein natürlicher Wendepunkt erreicht sei. Die physischen und emotionalen Anforderungen des Pfarrberufs erfordern ein hohes Maß an Präsenz und Energie. Kürschner betont, dass es nicht um Überforderung gehe, sondern vielmehr um die bewusste Entscheidung, seinen Dienst zu einem guten Ende zu bringen – während er noch mit voller Kraft die Verantwortung tragen kann und möchte. Diese Haltung spricht für Respekt vor dem Amt und vor der Gemeinde, der er sich verpflichtet fühlt.

Was ihn besonders bewegt, ist die Dankbarkeit für das Vertrauen, das ihm die Menschen in Cloppenburg entgegengebracht haben. Ohne diesen Rückhalt würden viele seiner pastoralen Aufgaben nicht aufgehen, sagt Kürschner. Die Offenheit der Gemeindeglieder, ihre Bereitschaft, von ihm geistlich begleitet zu werden, sowie die Unterstützung durch Kirchenvorstand und Mitarbeiter – all das hat seine Arbeit bereichert und ermöglicht. Gerade in schwierigen Zeiten habe die Solidarität innerhalb der Gemeinde Halt gegeben, nicht nur den Gläubigen, sondern auch ihm selbst.

Die Übergabe auf einen Nachfolger wird mit Bedacht geplant. Pfarrer Kürschner sieht darin nicht das Ende seiner Verbundenheit mit Cloppenburg, sondern einen Übergang. Er wird die Gemeinde nicht aus den Augen verlieren und ist davon überzeugt, dass die kirchliche Arbeit vor Ort in guten Händen liegt. Sein Abgang soll ein Neubeginn sein – für die Gemeinde, die einen frischen Blick auf ihre Aufgaben bekommt, und für ihn selbst, der sich neuen Herausforderungen und möglicherweise mehr Zeit für persönliche Vorhaben widmen kann.

Besondere Momente werden Kürschner sicherlich in Erinnerung bleiben. Die stillen Momente in der Kirche, die Anteilnahme an Freuden und Leiden seiner Gemeindeglieder, auch die kritischen Diskussionen und schwierigen Entscheidungen, die gemeinsam getroffen werden mussten. All das hat ihm gezeigt, wie wertvoll menschliche Präsenz und echtes Interesse sind – Werte, die in einer immer digitalisierteren Welt nicht an Bedeutung verlieren sollten.

Die kirchliche Gemeinde und die Stadt Cloppenburg stehen vor der Aufgabe, ihre seelsorgerische Infrastruktur neu zu organisieren. Dies bietet die Chance, bewährte Strukturen zu hinterfragen und eventuelle Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Gleichzeitig wird der Abgang eines langjährigen Pfarrers immer auch ein Einschnitt sein – personalgebundene Beziehungen lassen sich nicht einfach weitergeben, sondern müssen neu aufgebaut werden.

Pfarrer Kürschner selbst blickt mit einer gewissen Gelassenheit in die kommende Zeit. Seine Entscheidung ist bewusst getroffen, seine Verbundenheit mit Cloppenburg bleibt bestehen. Ob er weiterhin in pastoralen Aufgaben tätig sein wird oder sich anderen Dingen zuwendet, wird sich zeigen. Zunächst wird er sich wohl Zeit nehmen, um zu reflektieren und neue Kraft zu sammeln – eine verdiente Pause nach neunzehn Jahren intensiver Arbeit.

Die Gemeinde ist aufgefordert, ihrem scheidenden Pfarrer Dank und Wertschätzung auszusprechen. Ein würdevoller Abschied wird dem langjährigen Dienst gerecht und schafft einen würdevollen Übergang zwischen altem und neuem Kapitel in der Geschichte der Cloppenburger Kirchengemeinde. Abschied bedeutet nicht das Ende von Gemeinschaft – es ist eine Veränderung, die neue Möglichkeiten eröffnet.

Quelle: https://news.google.com/rss/articles/CBMiyAFBVV95cUxQOEtvYnlsLVY3U3Z2aTZqdnV3eEZXaTktSjNtdDFBdHVMQm1aZFA5NlhOejd4Tl9xUlJ2ZWlNX3NJeHFheERoWTYwYU9JZkpmUmExV001S2t4RkNIakR1bEw1MFhpVkVIaFNfWGItQ29ZOGRwSHMyOEZ1Mzd3cVh5TVlXclN5dEtHZWJHNFZqUUNKNF9MbHpqN2lvd1lFVDhRcGdvZWxWYlVtZzRJNGo3YjJPOGFQai1Ka0YtYzFiX01ZTXhWRUxyMQ?oc=5&ucbcb=1&hl=de&gl=DE&ceid=DE:de

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